Wussten Sie, dass Apple mittlerweile weltweit 1,8 Milliarden aktive Geräte im Einsatz hat? Das ist Stand Januar 2022 und bedeutet einen Zuwachs von 1,5 Millionen gegenüber dem Vorjahresmonat. Davon sind rund eine Milliarde iPhones.
Apples geschlossenes Ökosystem und die Continuity-Technologie sind die Hauptgründe für die Beliebtheit von iPhones. Hinzu kommt, dass sie fantastisch aussehen und über hervorragende Kameras verfügen. Einige Modelle sind sogar komplett staubdicht und bieten Schutz gegen kurzzeitiges Untertauchen .
Wie sieht es aber mit Sicherheitsbedrohungen aus? Können iPhones Viren oder andere Formen von Schadsoftware bekommen?
In diesem Leitfaden beantworten wir diese Fragen und geben Tipps, wie Sie Ihr iPhone sicherer machen können. Lesen Sie also weiter.
Können iPhones Viren oder Schadsoftware bekommen?

Ja, auch iPhones können Viren und andere Schadsoftware (Malware) bekommen.
Die gute Nachricht ist, dass das Risiko einer Virusinfektion bei iPhones minimal ist. Zudem ist es im Vergleich zu Android-Smartphones geringer.
Warum bergen iPhones minimale Risiken?

Ein Grund für dieses geringere Risiko ist, dass Apple häufiger Sicherheitsupdates für iOS veröffentlicht. Da es weniger aktive iOS-Versionen gibt, kann das Unternehmen auch schneller Patches und Fehlerbehebungen entwickeln.
Apples geschlossenes Ökosystem ist zweifellos ein „abgeschotteter Bereich“. Diese Bezeichnung ist treffend, da Apps von Drittanbietern zunächst im App Store geprüft und freigegeben werden müssen. Diese zusätzliche Sicherheitsebene trägt dazu bei, dass Schadsoftware, einschließlich Viren, iPhones nicht infizieren kann.
Im Gegensatz dazu teilt Google seine Android-Software mit anderen Entwicklern. Das macht die offene Plattform einerseits für mehr Entwickler und Nutzer zugänglicher. Andererseits gibt es deshalb mittlerweile viele verschiedene Android-Versionen, von denen einige sogar im Umlauf sind.
Ein weiterer Grund, warum iPhones seltener von Viren betroffen sind, ist die geringere Verbreitung von iOS. Der weltweite Marktanteil von iOS liegt lediglich bei 27,68 % . Android hingegen beansprucht 71,6 % des Marktes.
Man sollte bedenken, dass Malware-Entwickler oft nur auf Profit aus sind. Da es mehr Android-Nutzer gibt, bevorzugen sie diesen Markt, weil er mehr potenzielle Opfer bietet.
Deuten unregelmäßiges iPhone-Verhalten auf Viren hin?

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Angenommen, Sie bemerken ungewöhnliches Verhalten Ihres iPhones. Das liegt wahrscheinlich an einer fehlerhaften App. Allerdings kann es auch sein, dass Ihr Telefon Probleme macht, wenn der Speicherplatz knapp wird.
Bevor Sie also in Panik geraten und denken, Sie hätten einen iPhone-Virus, versuchen Sie zunächst Folgendes:
- • Prüfen Sie, ob Apps Updates benötigen, und aktualisieren Sie alle.
- • Prüfen Sie, wie viel Speicherplatz Ihnen noch zur Verfügung steht.
- • Beenden Sie einige Hintergrundanwendungen
- • Starten Sie Ihr Telefon neu.
- • Löschen Sie Apps, die Sie nicht mehr verwenden
Sie können auch Dateien wie Dokumente und Fotos löschen, um Speicherplatz auf Ihrem Telefon freizugeben. Sichern Sie Ihr iPhone vorher aber unbedingt mit iCloud, um versehentlichen Datenverlust zu vermeiden.
Anzeichen eines infizierten iPhones

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Wenn die oben genannten Schritte und Tipps nicht helfen, ist es ratsam, genauer nachzuforschen, um festzustellen, ob Ihr Telefon infiziert ist. Achten Sie auf die folgenden Anzeichen und Symptome. Wenn Sie diese bemerken oder feststellen, könnte Ihr Gerät mit einem Virus oder einer anderen Art von Schadsoftware infiziert sein.
1. Werbung wird außerhalb Ihres Browsers angezeigt.
Werbung beschränkt sich üblicherweise auf Browser und Anwendungen. Daher deuten Pop-up-Anzeigen, die auch dann erscheinen, wenn keine App oder kein Browser geöffnet ist, auf Schadsoftware hin. Ebenso können versehentlich heruntergeladene, schädliche Apps solche Probleme verursachen.
2. Sie sehen unbekannte Apps
Die wichtigste (und sicherste) Methode zum Herunterladen von iPhone-Apps ist der App Store. Mit über zwei Millionen Apps finden Sie dort höchstwahrscheinlich alles, was Sie benötigen.
Dennoch entscheiden sich manche Nutzer dafür, ihr iPhone zu jailbreaken oder Apps per Sideloading zu installieren. Beides erfordert jedoch gewisse technische Kenntnisse. Wenn Sie also keines von beidem getan haben, könnten die unbekannten Apps, die Sie jetzt sehen, Schadprogramme sein.
3. Du hast dein Telefon gejailbreakt.
Wenn Sie Ihr iPhone gejailbreakt haben, könnte dessen unregelmäßiges Verhalten auf einen Virus oder Schadsoftware zurückzuführen sein. Denn durch das Jailbreaking werden Apples strenge Kontroll- und Sicherheitsmaßnahmen umgangen. Daher kann Ihr Gerät dadurch anfälliger für Infektionen werden.
4. Häufige App-Abstürze
Frieren Ihre Apps in letzter Zeit häufiger ein oder stürzen sie gar ab? Startet sich Ihr iPhone vielleicht von selbst neu? In diesem Fall könnte ein Virus oder Schadsoftware die Fehlfunktion Ihres Geräts verursachen.
5. Sie senden Ihren Kontakten Spam-Nachrichten.
Sobald ein Virus oder Schadprogramm Ihr iPhone infiziert hat, kann es Spam-Nachrichten versenden. Die meisten sind unerwünscht, können Betrügern aber auch Zugriff auf persönliche Daten verschaffen. Sie können sogar Links enthalten, die beim Anklicken den Download einer schädlichen App ermöglichen.
6. Unerklärlicher Anstieg der Datennutzung
Wenn Sie fast immer WLAN nutzen, bemerken Sie das vielleicht nicht. Nutzen Sie jedoch mobile Daten, kann ein Virus oder Schadprogramm Ihr Datenvolumen stärker beanspruchen. Dies geschieht durch Hintergrundprozesse auf Ihrem iPhone.
7. Ihr iPhone überhitzt ständig
Es ist normal, dass sich Geräte bei der Nutzung erwärmen. Dasselbe gilt für Ihr iPhone, wenn Sie es aufladen und Strom in das Gerät fließt.
Ihr iPhone verfügt jedoch über ein Design, das eine effiziente Wärmeableitung ermöglicht. Daher kann eine Überhitzung, sofern es nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist und keine erkennbare Ursache hat, ein Anzeichen für eine Infektion sein.
Tipps zum Entfernen von iPhone-Viren

Bildnachweis: Macworld
Wenn Sie vermuten, dass Ihr iPhone mit einem Virus oder Schadsoftware infiziert ist, sollten Sie als Erstes alle aktiven Apps beenden.
Gehen Sie anschließend Ihren Startbildschirm durch und sehen Sie sich alle installierten Apps an. Falls Sie eine unbekannte App finden, löschen Sie diese wie folgt:
- • Tippen Sie auf die App, die Sie löschen möchten.
- • Halten Sie Ihren Finger einige Sekunden lang darauf.
- • Warten Sie, bis ein Fenster erscheint
- • Tippen Sie auf die Option „App entfernen“.
- • Wählen Sie „App löschen“.
- • Tippen Sie zur Bestätigung erneut auf „Löschen“.
Hier ist eine weitere Methode, um verdächtige Apps von Ihrem iPhone zu entfernen:
- • Berühren Sie eine beliebige Stelle auf Ihrem Startbildschirm
- • Halten Sie Ihren Finger gedrückt, bis die Apps zu wackeln beginnen.
- • Tippen Sie auf das Symbol „Entfernen“ (—) in der oberen linken Ecke der App.
- • Wählen Sie „App löschen“.
- • Tippen Sie erneut auf „Löschen“.
- • Wählen Sie „Fertig“.
Neben der Entfernung verdächtiger Apps empfiehlt es sich auch, Ihre Browserdaten und Ihren Browserverlauf zu löschen. Gehen Sie dazu in Safari wie folgt vor:
- • Öffne die Einstellungen-App auf deinem iPhone.
- • Scrollen Sie in der Liste nach unten und tippen Sie auf Safari
- • Suchen Sie im nächsten Fenster nach „Verlauf löschen“ und „Website-Daten löschen“.
- • Tippen Sie auf dieses Feld und anschließend auf Verlauf und Daten löschen.
Anschließend können Sie Ihr iPhone ausschalten, indem Sie die Ein-/Aus-Taste gedrückt halten. Schieben Sie dann den Hebel, um das Gerät auszuschalten. Zum Schluss starten Sie Ihr iPhone wieder, indem Sie die Ein-/Aus-Taste gedrückt halten.
Sobald es wieder eingeschaltet ist, überwachen Sie Ihr iPhone auf etwaige Fehlfunktionen.
Ihr iPhone vor zukünftigen Infektionen schützen

Bildquelle: MacRumors
Die oben aufgeführten Schritte können helfen, Viren und Malware zu entfernen, aber am besten ist es, sie von vornherein zu verhindern.
Andernfalls könnten Sie Opfer von Cyberkriminalität werden. Allein im Jahr 2020 fielen in den USA 108 Millionen Menschen solchen Verbrechen zum Opfer . Einige von ihnen wurden zudem Opfer von Datendiebstahl und sogar Identitätsdiebstahl.
Damit Ihnen das nicht passiert, können Sie jetzt schon Folgendes tun:
1. iOS-Updates automatisieren
Eine der besten Strategien, um Viren und Malware von Ihrem iPhone fernzuhalten, ist, Ihr Betriebssystem stets aktuell zu halten. Aktualisierte Versionen bieten besseren Schutz, da sie über die neuesten Sicherheitsfunktionen verfügen.
Um die Betriebssystemaktualisierungen Ihres iPhones zu automatisieren, befolgen Sie diese Schritte:
- • Öffnen Sie die Einstellungen-App
- • Scrollen Sie nach unten, bis Sie „Allgemein“ sehen.
- • Wählen Sie „Allgemein“ und tippen Sie dann auf „Softwareaktualisierung“.
- • Tippen Sie auf das Feld „Automatische Updates“.
- • Betätigen Sie alle Schalter, bis sie grün leuchten.
Die grün leuchtenden Schaltflächen zeigen an, dass Sie automatische iOS-Updates aktiviert haben. Ihr Smartphone wird daher beim nächsten iOS-Update automatisch heruntergeladen und installiert.
2. Automatisierte App-Store-Updates
Aktuelle Apps sind zudem weniger anfällig für Fehler und Sicherheitslücken. Daher ist es ratsam, sie stets auf dem neuesten Stand zu halten. Der Apple App Store macht es Ihnen ohnehin leicht, da Sie automatische App-Updates einrichten können.
So geht's:
- • Öffnen Sie die Einstellungen-App Ihres iPhones.
- • Gehen Sie die Liste durch, bis Sie den App Store sehen.
- • Tippe auf den App Store und aktiviere die Option für App-Updates.
- • Stellen Sie sicher, dass die Schaltfläche grün leuchtet.
Ihr iPhone sollte nun automatisch App-Updates herunterladen und installieren.
3. Installieren Sie einen Werbeblocker
Eine Werbeblocker-App verhindert, dass beim Surfen im Internet Werbung auf Ihrem iPhone eingeblendet wird. Eine der besten Optionen ist AdGuard, das auch zu den besten Apps für Mac zählt. Es gibt eine kostenlose Version, und außerdem ist es eine vertrauenswürdige und geprüfte App, die Sie im App Store herunterladen können.
Schützen Sie Ihr iPhone von innen und außen

Und da haben Sie es, den ultimativen Leitfaden, der die Frage beantwortet: „Können iPhones Viren bekommen?“
Sie haben gelernt, dass dies möglich ist, auch wenn die Risiken minimal sind. Dennoch bleibt eine Bedrohung eine Bedrohung, daher lohnt es sich, zu wissen, wie man sie beseitigt und verhindert.
Vergessen Sie jedoch nicht, dass der Schutz des Gehäuses Ihres iPhones genauso wichtig ist. Und eine der besten Möglichkeiten dafür ist die Verwendung einer robusten Hülle.
Genau das können Sie von unseren hochwertigen iPhone-Hüllen erwarten . Holen Sie sich also noch heute eine für Ihr Gerät.
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